Nein, es ist kein Netbook – darauf besteht zumindest Sony. In der Tat weicht es hinsichtlich der Ausstattung von einem Netbook ab: Es hat 2GB RAM, Vista ist installiert und das 8 Zoll Display hat eine Auflösung von 1600 x 768 px. Mit rund etwas über 600 Gramm wiegt es zudem nur fast die Häfte der meisten Netbooks.
Der ursprüngliche Preis des Sony P11z lag aber auch deutlich über denen üblicher Netbooks: Es wurde zu Beginn des Jahres noch für über 1.000 Euro angeboten. Inzwischen sind die Preise drastisch gefallen, sodass es bereits neu für unter 500 Euro angeboten wird. Zudem ist es bei einigen Mobilfunkanbietern als Bundle im Angebot, sodass auch auf eBay ein rel. großes Angebot an neuen Geräten besteht.
Vielleicht ist das Konzept von von Sony nicht aufgegangen, sodass es nun zu diesem Preisverfall gekommen ist.
Hier nun mein Eindruck
Beim Auspacken des Sony P11z bestätigt sich noch einmal, dass es hier nicht um ein Netbook geht – alles ist etwas kleiner und leichter. Das Ladegerät, der Akku und natürlich das Notebook selber ist deutlich leichter, als bei einem Netbook. Man hat eher den Eindruck einen großen Mediaplayer in der Hand zu haben, wie etwa der Archos 7.
Die Tastatur ist aber trotzdem ausreichend groß, sodass sich gut schreiben lässt. Sehr gewöhnungsbedürftig ist das Display mit der 1600 x 768 Auflösung. Alles ist bei dieser Auflösung wirklich minimal, sodass Sony eine Lupenfunktion zur Verfügung stellt.
Nach der Einrichtung von Vista bestätigt sich der erste Kritikpunkt: Startet man Vista, dauert es bis zu 5 Minuten bis wirklich alles geladen ist und man das Sony P11z benutzen kann. Auch die Nutzung von Programmen läuft deutlich zögerlicher, als an es unter Windows XP auf Netbooks gewohnt ist. Man neigt dazu das P11z nur in den Energiesparmodus (StandBy) zu schalten, damit man nicht den ewig langen Bootvorgang ertragen muss.
Sony war das wohl nicht ganz unbewusst, sodass sie neben Vista noch eine XMedia Bar als Alternative zur Verfügung stellen. Hier lassen sich Media Files abspielen und ein Browser wird zu Verfügung gestellt. Das booten in diesen Modus geht sehr viel schneller. Leider geht der Internetzugang in diesem Modus nicht über das 3G Modem.
Im Sommer hat Sony wohl noch stärker festgestellt, dass Vista nicht wirklich für das P11 geeignet ist, denn inzwischen muss man nicht mehr selber auf Treibersuche gehen, wenn man ein Downgrade auf Windows XP durchführen will. Sony stellt in seinem Supportbereich ein komplettes Treiberpaket bereit, weist aber auch auf die Einschränkungen durch den XP Downgrade hin. Das Windows XP muss man allerdings selber kaufen.
Der Downgrade gestaltet sich so relativ problemlos. Im Idealfall hat man ein USB DVD/CD Laufwerk zur Hand. Zur Sicherheit sollte man mittels eines Disk Image Programms ein Backup der Vista und Recovery Partition machen.
Danach startet man wie gewohnt die XP Installation und nach erfolgter Installation, kann man die Treiber von Sony installieren.
Mit XP ergibt sich ein völlig neues Bild hinsichtlich der Geschwindigkeit. Das Booten dauert ca. eine Minute anstatt fünf und alles läuft deutlich geschmeidiger. Eine Einschränkung ist, das die Wahl der einzelnen Zugänge WLAN, BT etc. sich nicht mehr so gut einzelnt steuern lässt wie unter Vista. Die XMedia Bar und die Lupenfunktion stehen zudem nicht mehr zur Verfügung – das ist aber für den Gewinn an Arbeitsgeschwindigkeit absolut in Kauf zu nehmen.
Für die Nutzung unterwegs habe ich eine Mobilfunkkarte mit Tchibo Tarif eingesetzt. Zudem habe ich eine Software für die Messung des verbrauchten Datenvolumens installiert, da ich bei Tchibo den 500MB Tarif nutze.
Die installierte Globetrotter Software kennt zunächst die Tchibo Daten nicht automatisch – diese lassen sich aber manuell eintragen. In der Praxis funktioniert die Verbindung absolut gut und die Empfangsstärke leigt deutlich über den bisher von mir genutzten USB Stick Huawei E160, der u.a. bei Tchibo und Aldi zum Einsatz kommt.
Fazit
Das Sony P11z ist ein ultraleichtes Notebook, das man wirklich (fast) immer mitnehmen kann. Mit dem mitgelieferten Vista ist oftmals viel Geduld notwendig. Unter XP und vermutlich auch unter Windows 7 läuft das Notebook deutlich flotter, sodass man mit der üblichen Netbook Performance arbeiten kann. Was bleibt ist, dass man ein Display mit einer sehr gewöhnungsbedürftigen Auflösung hat. Ich denke hier wird sich nicht jeder mit anfreunden können und evtl. lieber doch zu einem Netbook mit entsprechender Auflösung greifen. Als ultramobiler Begleiter gefällt es mir jedoch gut, wenngleich auch ich noch versuche Gefallen an dem Display zu finden.
Start des Sony P11z mit Windows XP



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