Serie Teil 1: Die Audio-Codecs

Ich möchte in einer kleinen Einstieg für Einsteiger bieten, der sich wirklich auf die Basics beschränkt und keinen Ansprüch auf Vollständigkeit und Richtigkeit hat.

Wer seinen ersten MP3-Player oder besser Digital Audio Player gekauft hat, steht u.U. vor der Frage, wie er seine CD-Sammlung auf das Gerät bekommt. Eigentlich ergibt sich dies bereits aus der geläufigen Bezeichnung “MP3-Player”, aber die Realität bietet mehr.

Üblicherweise würden auf dem PC Musikdateien im WAV-Format oder besser Container gespeichert. Großer Nachteil dieses Formats ist die Dateigröße.

Mit Einführung der Audiokomprimierung konnte die Dateigröße eines WAV-Files leicht auf ein zehntel der ursprünglichen Größe verkleinert werden.

Bei der Audiokompriemierung unterscheidet man zwischen der Komprimierung mit Verlusten und ohne Verluste. Die Komprimierung mit Verlusten bietet, wie zu vermuten, die kleineren Dateien.

Verlustfreie Komprimierungsformate
Hier möchte ich nur zwei Formate aufführen: FLAC als freier Codec, der inzwischen von vielen Playern unterstützt wird und Apple Lossless, der als einzige Variante bei den iPod Modellen in Frage kommt.

Verlustbehaftete Komprimierungsformate
Hier gibt es ebenfalls eine Vielzahl an Formaten, wobei ich auch nur kurz auf einige eingehe:

Mp3:  Ist das älteste Format und wird heute meist in Form des Open Source LAME Encoders vertreten

Ogg Vorbis: Ein freies Format, dass inzwischen von vielen Playern unterstützt wird

AAC: Wird z.B. von Ipods und Sony Playern unterstützt

WMA: Windows Media Audio, sagt eigenlich schon, wo der Codec seinen Hauptsitz hat.

Welches Format nehme ich nun?

Das ist sicher eine schwierige, zum Teil auch Glaubensfrage. Die verlustfreien Formate bieten sich aus meiner Sicht gut zum Archivieren in höchster Qualität an.  Ob zwischen einem verlustbehafteten Musikstück in guter Qualität und verlustfreier Musik ein Unterschied hörbar ist, sollte im Zweifelsfall jeder selber testen – ich höre ihn jedenfalls bei sehr guter Qualität von MP3s nicht raus und ich vermute die Masse wird dies auch nicht. Da man bei verlustbehafteten Formaten einiges an Platz spart, bieten sich diese an.

Welches verlustbehaftete Format also?
Die neueren Codecs haben alle ihre Vorteile ggü. den recht alten MP3-Codec und klingen oftmals bei gleicher Bitrate besser.

Allerdings wird MP3 von (fast) allen Playern und anderen Geräten unterstützt, von daher bietet es sich aus meiner Sicht nach wie vor an, wenn man bei der Playerauswahl in Zukunft nicht eingeschränkt werden will. Seine komplette Sammlung neu zu kodieren ist letztendlich eine sehr aufwendige Sache. Das ist lediglich meine Meinung und natürlich keine Vorgabe.

Teil zwei folgt zum Thema CDs “rippen” und LAME-Einstellungen

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